Für Ihre Gesundheit

kvt Kassenärztliche
Vereinigung Thüringen

Impfungen gegen Covid-19 in Thüringen

Allgemeines

Warum brauchen wir eine Impfstrategie?

Impfen ermöglicht es, eine Immunität in weiten Teilen der Bevölkerung zu erreichen. Damit soll sowohl einer Ausbreitung des Viruses begegnet, als auch mögliche gesundheitliche Folgen einer Erkrankung vermindert werden. Gleichzeitig ist die Entwicklung eines neuen Impfstoffes herausfordernd und kann viele Monate bis Jahre in Anspruch nehmen. Nach aktuellem Kenntnisstand sind die ersten Impfdosen für Thüringen für Januar 2021 angekündigt.

Zu Beginn werden jedoch vermutlich limitierte Mengen von verschiedenen Impfstoffen zur Verfügung stehen. Daher ist bei der Impfempfehlung durch die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Priorisierung von vorrangig zu impfenden Personengruppen erforderlich

Aufgrund einer ersten Priorisierung von Zielgruppen, der begrenzten Anzahl an Impfstoffdosen, sowie besonderen Lagerungs- und Transportbedingungen ist in einer ersten Phase die Durchführung der Impfungen in zentralen Impfstellen und unter Einbeziehung von mobilen Teams sinnvoll. Sobald ausreichende Impfstoffmengen zur Verfügung stehen, wird angestrebt, die Impfaktivitäten in das Regelsystem übergehen zu lassen.

Wer trägt die Kosten?

Die Impfung in den Impfzentren wird für die Bevölkerung kostenlos sein – unabhängig vom Versicherungsstatus. Auf Grundlage des 3. Bevölkerungsschutzgesetzes hat das BMG eine entsprechende Rechtsverordnung erarbeitet. Der Bund zahlt den Impfstoff. Die Kosten für den Aufbau und die Organisation der Impfzentren tragen die Länder und die gesetzliche Krankenversicherung (Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds) sowie  die Private Krankenversicherung. Wenn in der zweiten Phase in den Arztpraxen geimpft werden kann, übernehmen wie üblich gesetzliche und private Krankenversicherung die ärztliche Leistung.

BMG (21.12.20)


Impfstoffe

Wann ist der vollständige Impfschutz gewährleistet?

Zum Nachweis eines vollständigen Impfschutzes gilt ab 1. Oktober 2022:

1. nach drei Einzelimpfungen (die letzte Einzelimpfung muss mindestens drei Monate nach der zweiten Einzelimpfung erfolgt sein),

2. nach zwei Einzelimpfungen:

  • PLUS positivem Antikörpertest vor der ersten Impfung ODER
  • PLUS einer mittels PCR-Test nachgewiesenen SARS-CoV-2-Infektion vor der zweiten Impfung ODER
  • PLUS einer mittels PCR-Test nachgewiesenen SARS-CoV-2-Infektion nach der zweiten Impfung; seit der Testung müssen 28 Tage vergangen sein


Nebenwirkungen

Was gibt es zu beachten: Verhalten, Risiken, Nebenwirkungen?

Nebenwirkungen selbst melden:

Aufklärungsblätter Impfstoffe

 

Wer haftet bei Schäden?

Nebenwirkungen bei Impfstoffen sind selten, aber nie ganz auszuschließen. Das zuständige Paul-Ehrlich-Institut beobachtet auftretende Nebenwirkungen aufmerksam. Verdachtsfälle von Impfkomplikationen können dem PEI direkt über die Webseite übermittelt werden. Jeder kann sich dort melden, wenn er oder sie einen Zusammenhang mit der Impfung vermutet. Ärztinnen und Ärzte, Apothekerinnen und Apotheker und die Unternehmen sind zu den Meldungen verpflichtet. Darüber hinaus kann eine Meldung künftig auch über eine spezielle App erfolgen. Diese wird vom Paul-Ehrlich-Institut entwickelt und ist in Kürze in den App-Stores verfügbar.

Wenn es durch die Anwendung des Impfstoffs zu einer Schädigung kommt, kommt je nach Fallgestaltung eine Haftung u.a. des pharmazeutischen Unternehmens aufgrund verschiedener gesetzlicher Grundlagen in Betracht. Haftungsregelungen können sich ergeben aus dem Arzneimittelrecht, dem Produkthaftungsgesetz sowie den allgemeinen Haftungsregelungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Im Infektionsschutzgesetz (§ 60 Abs. 1 S. 1 IfSG) ist auch genau geregelt, wann jemand einen Antrag auf Versorgung nach dem Bundesversorgungsgesetz stellen kann. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn jemand durch eine Impfung, die von einer zuständigen Landesbehörde öffentlich empfohlen wurde, gesundheitlichen Schaden erlitten hat.

BMG (21.12.20)

Personal

Wer führt die Impfungen durch?

Die Impfungen können grundsätzlich von entsprechend geschultem ärztlichen und medizinischen Personal durchgeführt werden.

Sofern es die Räumlichkeiten ermöglichen, ist eine Besetzung je Impfstelle wie folgt geplant:

  • mindestens 1 Arzt/Ärztin,
  • 2 impfberechtigte nicht-ärztliche Fachkräfte sowie
  • 2 Mitarbeitende am Check-In, sog. Impfstellen-Manager, die sich um die gesamten organisatorischen Abläufe innerhalb der Impfstelle kümmern und als Ansprechpartner für den Pandemiestab der KVT zur Verfügung stehen.

Woher kommt das Personal?

Die KV Thüringen hat ihre Mitglieder, die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte Thüringens, via E-Mail, wöchentlichem kvticker (Newsletter) und Internetseite zur Bereitschaft aufgerufen und tut dies fortwährend.

 


Terminvergabe

Wird ein Termin zum Impfen benötigt?

Ja. Es gibt ein Terminvergabesystem, bei dem der Anfragende bestätigen muss, dass er oder sie über einen entsprechenden Nachweis einer zu priorisierenden Gruppe verfügt. Sollte er oder sie diesen dann zum Impftermin nicht vorlegen können, verfällt der Anspruch auf diesen Termin und der nächste rückt vor.

Die Terminvergabe ist geöffnet:

  • seit 30.12.20 online
  • seit 04.01.21 telefonisch über die 03643-49 50 49 0

Wie läuft die Terminvergabe ab?

Die Terminvergabe erfolgt priorisiert über eine Internetseite sowie telefonisch:

  1. online auf www.impfen-thueringen.de.

    ⇒ zur Zusammenfassung (PDF)
     
  2. telefonisch unter der Telefonnummer 03643/4950490

    Erreichbarkeit: Montag, Dienstag, Donnerstag von 8 – 17 Uhr & Mittwoch und Freitag von 8 – 12 Uhr

Bei der Vereinbarung des Impftermins über die Website bzw. Telefonnummer erfährt die Person, wann sie wo geimpft wird. Durch ein Netz von 29 Impfstellen und 15 mobilen Impfteams ist gewährleistet, dass i.d.R. entweder wohnortnah oder bei Bewohner*innen von Alten-/Pflegeheimen durch ein mobiles Impfteam geimpft werden kann.

 

Weiterführende Informationen

Informationen von öffentlichen Institutionen

Die Informationslage zur Impfung gegen SARS-CoV-2 in Thüringen aktualisiert sich laufend. Wir verweisen Sie dazu auf die Internetseiten folgender Einrichtungen:


Informationen von Krankenkassen

Vor dem Hintergrund des Starts der ersten Corona-Impfungen in Deutschland erweitern Krankenkassen ihre Informationsangebote rund um das Coronavirus:

  • AOK PLUS - Unter der kostenfreien Servicenummer 0800 2266550 informiert ein 55-köpfiges Team aus Ärzten und medizinisch ausgebildetem Fachpersonal rund um die Uhr zur Corona-Impfung.
  • BARMER - Die kostenlose Hotline 0800 84 84 111 steht uneingeschränkt allen Bundesbürgerinnen und -bürgern rund um die Uhr zur Verfügung.
  • BKK - Hotline zum Coronavirus: 0211 9065 – 666
  • DAK - Täglich rund um die Uhr ist folgende Rufnummer geschlatet: 040 325 325 800. (Sie zahlen lediglich den Anruf zum Ortstarif).
  • IKK classic - Kostenlose Beratung zu medizinischen Fragen rund um die Corona-Impfung: Versicherte erreichen die medizinische Hotline an sieben Tagen in der Woche rund um Uhr unter der kostenfreien Rufnummer 0800 455 1000.
  • KKH - Gesundheitshotline: 089 95 00 84 188 (auch bei Fragen rund um das Coronavirus)
  • TK - 040-46 06 - 61 91 60 (Montag bis Freitag 8 - 20 Uhr)