Für Ihre Gesundheit

kvt Kassenärztliche
Vereinigung Thüringen

Fragen und Antworten zu Covid 19 Impfungen in Thüringen

Allgemeines

Warum brauchen wir eine Impfstrategie?

Impfen ermöglicht es, eine Immunität in weiten Teilen der Bevölkerung zu erreichen. Damit soll sowohl einer Ausbreitung des Viruses begegnet, als auch mögliche gesundheitliche Folgen einer Erkrankung vermindert werden. Gleichzeitig ist die Entwicklung eines neuen Impfstoffes herausfordernd und kann viele Monate bis Jahre in Anspruch nehmen. Nach aktuellem Kenntnisstand sind die ersten Impfdosen für Thüringen für Januar 2021 angekündigt.

Zu Beginn werden jedoch vermutlich limitierte Mengen von verschiedenen Impfstoffen zur Verfügung stehen. Daher ist bei der Impfempfehlung durch die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Priorisierung von vorrangig zu impfenden Personengruppen erforderlich

Aufgrund einer ersten Priorisierung von Zielgruppen, der begrenzten Anzahl an Impfstoffdosen, sowie besonderen Lagerungs- und Transportbedingungen ist in einer ersten Phase die Durchführung der Impfungen in zentralen Impfstellen und unter Einbeziehung von mobilen Teams sinnvoll. Sobald ausreichende Impfstoffmengen zur Verfügung stehen, wird angestrebt, die Impfaktivitäten in das Regelsystem übergehen zu lassen.

Wo wird wann geimpft?

Pflegeheime

Die Impfungen begannen am 27. Dezember 2020 in sechs Thüringer Alten- und Pflegeheimen sowie in einigen Krankenhäusern. Auch an Wochenenden wird in Pflegeheimen und Krankenhäusern weiter geimpft. Neben dem Impf-Monitoring des RKI finden Sie hier eine aktuellere Übersicht zu Impfzahlen in Thüringen.

15 mobile Impf-Teams sind weiterhin im Einsatz, um aktuell sowohl Bewohner als auch Beschäftigte in Alten- und Pflegeheimen zu impfen.

Impfstellen

In Thüringen gibt es ein flächendeckendes und wohnortnahes Netzwerk an Impfstellen, vergleichbar dem der Bereitschaftsdienstpraxen und Abstrichstellen. Seit dem 03.02.21 sind 29 Impfstellen im Betrieb. Die aktuellen Impfstellen können auch über eine interaktive Karte abgefragt werden.

Die Entscheidung für Impfstellen bzw. Impfteams fiel bundesweit insbesondere deshalb, weil ein aussichtsreicher Impfstoff von BioNTech/Pfizer besonders hohe Anforderungen an die Kühlung bei bis zu minus 80 Grad stellt. In der Regel verfügen Arztpraxen und Apotheken nicht über die dafür notwendigen Kühlaggregate. Insofern ist eine Verimpfung über die Hausarztpraxen zumindest in der Anfangsphase mit diesem speziellen Impfstoff nicht umsetzbar.

Für einzelne Impfstellen wird in Abstimmung mit Landräten der Wechsel auf einen optimieren Standort geprüft. Die folgende Liste können Sie auch den Seiten des Thüringer Gesundheitsministeriums entnehmen:

Geöffnet ab dem 13. Januar

Schrittweise Öffnung ab dem 3. Februar

Gotha
Kastanienallee 8, 99867 Gotha / ehemalige Praxis (barrierefrei)
Rudolstadt
Altes Krankenhaus Rudolstadt (Haus 8), Jenaische Straße 14, 07407 Rudolstadt (barrierefrei)

Erfurt
1: Helios Klinik, Nordhäuser Straße 74, 99089 Erfurt (barrierefrei)

2: Katholisches Krankenhaus, Haarbergstraße 70, 99097 Erfurt (barrierefrei)

Greiz
Kreiskrankenhaus Greiz, Wichmannstraße 12, 07973 Greiz (barrierefrei)

Jena
1: Ziegesarstraße 19, 07747 Jena / ehemalige Praxis

2: Volksbad, Knebelstraße 10, 07745 Jena (barrierefrei)

Eisenberg
Waldkliniken Eisenberg, Klosterlausnitzer Straße 81, 07607 Eisenberg (barrierefrei)

Gera
Ärztehaus Bieblach, Johannes-R.-Becher-Straße 1, 07549 Gera (barrierefrei)

Apolda
Stadthalle, Klause 1, 99510 Apolda (barrierefrei)

Pößneck
Krankenhaus Pößneck, Hohes Gässchen 8-10, 07381 Pößneck (barrierefrei)

Sömmerda
Leubinger Straße 5, 99610 Sömmerda (barrierefrei)

Schmölln
Klinik, Robert-Koch-Straße 95, 04626 Schmölln (barrierefrei)

Blankenhain
Krankenhaus, Wirthstraße 5, 99444 Blankenhain (barrierefrei)

Weimar
Mon ami, Goetheplatz 11, 99423 Weimar (barrierefrei)

Arnstadt
Brauhausstraße 1, 99310 Arnstadt (barrierefrei)

Sonneberg
Köppelsdorfer Straße 36, 96515 Sonneberg / alte Tanzschule (barrierefrei)

Ilmenau
Am Stollen 48, 98693 Ilmenau / alte Schwimmhalle (barrierefrei)

Bad Frankenhausen
KMG Klinik, An der Wipper 2, 06567 Bad Frankenhausen (barrierefrei)

Hildburghausen
Coburger Straße 22, 98646 Hildburghausen (barrierefrei)

Bad Langensalza
Hufeland Klinikum, Rudolf-Weiss-Straße 1-5, 99947 Bad Langensalza (barrierefrei)

Nordhausen
Stolbergstraße 131, 99734 Nordhausen (barrierefrei)

Eisenach
Mühlhäuser Straße 94, 99817 Eisenach / Container Klinikgelände (barrierefrei)

Leinefelde
Händelstraße 10, 37327 Leinefelde / alte Schule (barrierefrei)

Meiningen
Dr.-Romberg-Straße 2, 98617 Meiningen Dreißigacker /Demenz Zentrum Haus 2 (barrierefrei)

Mühlhausen
Lindenhof 6, 99974 Mühlhausen (barrierefrei)
Navi-Adresse: Sondershäuserlandstraße 3

Suhl
Friedrich-König-Straße 23, 98527 Suhl (barrierefrei)

Bad Salzungen
Solewerk Hotel GmbH, Bahnhofstraße 21, 36433 Bad Salzungen (barrierefrei)

 

Schmalkalden
Siechenrasen 13, 98574 Schmalkalden (barrierefrei)

 

Jena
Volksbad, Knebelstraße 10, 07745 Jena (barrierefrei)

Impfzentren

Sobald mehr Impfstoff zur Verfügung steht, sollen vor allem mobilere Personen zusätzlich in fünf großen Impfzentren geimpft werden.

  • 10.03.21 - Neue überregionale Impfzentren eröffnen in für Mittelthüringen in Erfurt (Messehalle) und für Ostthüringen in Gera (Panndorfhalle).
    Die Räumlichkeiten und das Personal ermöglichen es, 6 Impfstrecken gleichzeitig zu bedienen.

  • 14.04.21 - Neues überregionales Impfzentrum eröffnet für Südthüringen in Meiningen (Multihalle).
    Die Räumlichkeiten und das Personal ermöglichen es, 6 Impfstrecken gleichzeitig zu bedienen.

  • Die Eröffnungen eines weiteren Impfzentrums für Nordwestthüringen in Leinefelde (Obereichsfeldhalle) ist für Juni geplant.
    Die Räumlichkeiten und das Personal sollen es ermöglichen, 4 Impfstrecken gleichzeitig zu bedienen


Arztpraxen

Die breite Bevölkerung soll nach Überführung in die Regelversorgung wie gewohnt in Arztpraxen geimpft werden. Voraussetzung hierfür ist, dass ausreichend Impfstoffe in Einzeldosen mit niedrigeren Anforderungen an die Kühlung zur Verfügung stehen. Seit 7. April 2021 ist das Impfen in Thüringer Vertragsarztpraxen möglich. Gemäß der Impfstrategie dürfen die Hausarztpraxen selbst entscheiden, ob sie Impfungen gegen das Corona-Virus anbieten. Für die Praxen besteht keine Meldepflicht gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen, ob sie Impfungen gegen SARS-CoV2 anbieten. Daher können wir Ihnen leider keine Auskunft geben, welche Hausärzte in Ihrer Region diese Impfungen anbieten. Wir empfehlen Ihnen, direkt mit Ihren Hausärztinnne und -ärzten in Kontakt zu treten und die Möglichkeit zum Impfen, einschließlich Prozedere und Terminvergabe zu erfragen.

Wer trägt die Kosten?

Die Impfung in den Impfzentren wird für die Bevölkerung kostenlos sein – unabhängig vom Versicherungsstatus. Auf Grundlage des 3. Bevölkerungsschutzgesetzes hat das BMG eine entsprechende Rechtsverordnung erarbeitet. Der Bund zahlt den Impfstoff. Die Kosten für den Aufbau und die Organisation der Impfzentren tragen die Länder und die gesetzliche Krankenversicherung (Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds) sowie  die Private Krankenversicherung. Wenn in der zweiten Phase in den Arztpraxen geimpft werden kann, übernehmen wie üblich gesetzliche und private Krankenversicherung die ärztliche Leistung.

BMG (21.12.20)


Zu Impfende

Wann wird wer geimpft?

Wer aktuell bei der Terminvergabe in Thüringen an der Reihe ist, erfahren SIe unter www.tmasgff.de/covid-19/impfreihenfolge. Diese Seite wird regelmäßig aktualisiert.


Solange der Corona-Impfstoff noch knapp ist, muss bei der Vergabe priorisiert werden. Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen sowie alle Menschen über 80 gehören zur Gruppe 1 mit höchster Priorität. Nur Personen aus dieser Gruppe können derzeit eine Impfung erhalten.

1. Schutzimpfungen mit höchster Priorität (§ 2 ImpfVO)

  • Über 80-Jährige
  • Personen, die in stationären oder teilstationären Einrichtungen sowie in ambulant betreuten Wohngruppen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind,
  • Personen, die regelmäßig Schutzimpfungen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 durchführen
  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten sowie Personen, die im Rahmen der ambulanten Pflege begutachten und prüfen
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, in Rettungsdiensten, in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, in den Impfzentren und in Bereichen, in denen für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 relevante aerosolgenerierende Tätigkeiten durchgeführt werden (wie z.B. Bronchoskopie) 
  • Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht - insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin oder im Rahmen der Behandlung schwer immunsupprimierter Patientinnen und Patienten

2. Schutzimpfungen mit hoher Priorität (§ 3 ImpfVO)

  • Über 70-Jährige
  • Personen mit Trisomie 21 oder einer Conterganschädigung
  • Personen nach einer Organtransplantation
  • Personen mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung oder mit schwerer psychiatrischer Erkrankung (bipolare Störung, Schizophrenie, schwere Depression)
  • Personen mit behandlungsbedürftigen Krebserkrankungen
  • Personen mit schweren chronischen Lungenerkrankungen (z.B. interstitielle Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose), Muskeldystrophien oder vergleichbaren neuromuskulären Erkrankungen, Diabetes mellitus mit Komplikationen, Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung, chronischer Nierenerkrankung oder Adipositas (mit BMI über 40)
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht
  • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen, die nicht ein einer Einrichtung leben, die über 70 Jahre alt sind, nach Organtransplantation oder die eine der vorgenannten Erkrankungen oder Behinderung haben.
  • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von Schwangeren 
    (Die Kontaktpersonen werden von der Person bzw. der Schwangeren selbst oder von einer sie vertretenden Person bestimmt.)
  • Personen, die in stationären oder teilstationären Einrichtungen für geistig oder psychisch behinderte Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig oder psychisch behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen oder im Rahmen der Ausübung eines Heilberufes mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere Ärztinnen und Ärzte und Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in SARS-CoV-2-Testzentren
  • Polizei- und Einsatzkräfte, die im Dienst, etwa bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Erfasst sind auch Soldatinnen und Soldaten, die bei Einsätzen im Ausland einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind.
  • Personen, die in Auslandsvertretungen der Bundesrepublik Deutschland oder für das Deutsche Archäologische Institut an Dienstorten mit unzureichender gesundheitlicher Versorgung tätig und infolgedessen einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt
  • Personen, die im Ausland für deutsche politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland in den Bereichen Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen an Orten mit unzureichender gesundheitlicher Versorgung tätig und infolgedessen einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind.
  • Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege und in Grundschulen, Sonderschulen oder Förderschulen tätig sind
  • Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in besonders relevanten Positionen zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur
  • Personen, die insbesondere in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen oder in sonstigen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe oder in Frauenhäusern untergebracht oder tätig sind 
  • Personen, die im Rahmen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne des § 45a des Elften Buches Sozialgesetzbuch regelmäßig bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen tätig sind

3. Schutzimpfungen mit erhöhter Priorität (§ 4 ImpfVO)

  • Über 60-Jährige
  • Personen insbesondere mit folgenden Erkrankungen: behandlungsfreie in Remission befindliche Krebserkrankungen, Immundefizienz oder HIV-Infektion, Autoimmunerkrankungen, rheumatologische Erkrankungen, Herzinsuffizienz, Arrhythmie, Schlaganfall, Asthma, chronisch entzündliche Darmerkrankung, Diabetes mellitus ohne Komplikationen, Adipositas (BMI über 30)
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im  Einzelfall ein erhöhtes Risiko für einen schweren  oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht
  • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen, die nicht ein einer Einrichtung leben, die über 60 Jahre alt sind und eine der vorgenannten Erkrankungen haben
  • Personen, die Mitglieder von Verfassungsorganen sind oder in besonders relevanter Position in den Verfassungsorganen, in den Regierungen und Verwaltungen, bei der Bundeswehr, bei der Polizei, beim Zoll, bei der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz einschließlich des Technischen Hilfswerks, in der Justiz und Rechtspflege, im Ausland bei den deutschen Auslandsvertretungen, für deutsche politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland in den Bereichen Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen tätig sind
  • Wahlhelferinnen und Wahlhelfer
  • Personen, die in besonders relevanter Position in Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur tätig sind, insbesondere im Apothekenwesen, in der Pharmawirtschaft, im Bestattungswesen, in der Ernährungswirtschaft, in der Wasser- und Energieversorgung, in der Abwasserentsorgung und Abfallwirtschaft, im Transport- und Verkehrswesen sowie in der Informationstechnik und im Telekommunikationswesen
  • Beschäftigte, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit niedrigen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus tätig sind, insbesondere in Laboren und Personal, das keine Patientinnen oder Patienten betreut, z.B. auch Verwaltungspersonal
  • Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel, z. B. in Supermärkten, Verbrauchermärkten, Discountern, Bäckereien, Metzgereien, Drogerien tätig sind
  • Personen, die in Einrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe und in Schulen, die nicht Grund-, Sonder- oder Förderschulen sind, tätig sind 
  • sonstige Personen, bei denen aufgrund ihrer Arbeits- oder Lebensumstände ein deutlich erhöhtes Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht. Hierunter fallen beispielsweise: Inhaftierte, Saisonarbeiter/-innen, Mitarbeitende in der fleischverarbeitenden Industrie, Personal in Verteilzentren von Paketdiensten oder Personal an Arbeitsplätzen mit vielen Personen in unzureichend mit Frischluft versorgten Räumen in denen Abstand halten schwierig oder unmöglich ist
     
  • Eine detaillierte Übersicht inklusive einer vollständigen Auflistung des Bereichs "Kritische Infrastruktur" finden Sie in diesem Dokument.

Thüringer Gesundheitsministerium, 04.05.21


Impfreihenfolge & -berechtigung

Welcher Nachweis muss für eine Impfung vorgelegt werden?

Ich habe eine Vorerkrankung

Nach der Impfverordnung der Bundesregierung benötigen Patientinnen und Patienten mit Vorerkrankungen der Priorisierungsstufen zwei und drei (hohe bzw. erhöhte Priorität) ein ärztliches Attest, damit sie ihren Anspruch auf eine vorrangige Impfung nachweisen können. Dies ist immer dann der Fall, wenn der Betreffende nicht schon aufgrund seines Alters bevorzugt Anspruch hat. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an Ihren Hausarzt/Ihre Hausärztin.

  • Hinweis: Menschen mit Vorerkrankungen können Ihre Bestätigung auch telefonisch beim betreuenden Arzt anfordern und sich dann per Post zuschicken lassen.

Ich bin in einer medizinischen Einrichtung tätig

Sie benötigen eine schriftliche Bestätigung von Ihrem Arbeitgeber.

Ich bin in einer Grund-/Förderschulen oder einem Kindertageseinrichtungen tätig

Sie benötigen eine schriftliche Bestätigung Ihrer Tätigkeit. Diese erhalten Sie über die Einrichtung, in der Sie tätig sind, in Form eines personifizierten Berechtigungsscheins.

Ich bin eine enge Kontaktperson einer pflegebedürftigen Person

Kontaktpersonen müssen ihre Berechtigung schriftlich bestätigen und unterzeichnen oder – falls möglich – von der betreuten Person bestätigen lassen. Es ist kein gesonderter Nachweis erforderlich. Sie können hierfür dieses Bestätigungsformular verwenden.

Ich bin eine enge Kontaktperson einer Schwangeren

Kontaktpersonen von Schwangeren benötigen eine Kopie des Mutterpasses und das von der Schwangeren ausgefüllte Bestätigungsformular.

Diese Informationen finden Sie stets aktuell auf den Seiten des Thüringer Gesundheitsministeriums.

 

Sonderfälle

Ich arbeite in Thüringen, wohne aber in einem anderen Bundesland...

Sie können dennoch eine Impfung in Thüringen erhalten. Voraussetzung ist, dass Sie aufgrund ihres Berufes impfberechtigt sind (Tätigkeit in einer medizinischen Einrichtung, Schule, Kindertageseinrichtung etc.).


Ich habe keine der genannten Vorerkrankungen...

Wenn bei Ihnen dennoch ein sehr hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf besteht, können Sie sich Gewissheit über eine Clearingstelle bzw. Anlaufstelle für Menschen mit seltenen Krankheiten verschaffen. Eine solche Stelle befindet sich in Thüringen im Aufbau. Aktuell findet hierzu ein Abgleich der Länder statt.

Impfstoffe


Nebenwirkungen

Was gibt es zu beachten: Verhalten, Risiken, Nebenwirkungen?

Nebenwirkungen selbst melden:

Aufklärungsblätter Impfstoffe

 

Wer haftet bei Schäden?

Nebenwirkungen bei Impfstoffen sind selten, aber nie ganz auszuschließen. Das zuständige Paul-Ehrlich-Institut beobachtet auftretende Nebenwirkungen aufmerksam. Verdachtsfälle von Impfkomplikationen können dem PEI direkt über die Webseite übermittelt werden. Jeder kann sich dort melden, wenn er oder sie einen Zusammenhang mit der Impfung vermutet. Ärztinnen und Ärzte, Apothekerinnen und Apotheker und die Unternehmen sind zu den Meldungen verpflichtet. Darüber hinaus kann eine Meldung künftig auch über eine spezielle App erfolgen. Diese wird vom Paul-Ehrlich-Institut entwickelt und ist in Kürze in den App-Stores verfügbar.

Wenn es durch die Anwendung des Impfstoffs zu einer Schädigung kommt, kommt je nach Fallgestaltung eine Haftung u.a. des pharmazeutischen Unternehmens aufgrund verschiedener gesetzlicher Grundlagen in Betracht. Haftungsregelungen können sich ergeben aus dem Arzneimittelrecht, dem Produkthaftungsgesetz sowie den allgemeinen Haftungsregelungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Im Infektionsschutzgesetz (§ 60 Abs. 1 S. 1 IfSG) ist auch genau geregelt, wann jemand einen Antrag auf Versorgung nach dem Bundesversorgungsgesetz stellen kann. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn jemand durch eine Impfung, die von einer zuständigen Landesbehörde öffentlich empfohlen wurde, gesundheitlichen Schaden erlitten hat.

BMG (21.12.20)

Impfstellen und Impfzentren

Ich bin nicht gehfähig, wie komme ich an eine Impfung?

  • Zu den 29 Impfstellen werden 15 mobile Impfteams im Einsatz sein, die vor allem nicht gehfähige Personen in Pflege- und Altenheimen impfen sollen. Für die mobilen Impfteams wird auf die Hilfsorganisationen zurückgegriffen, die in Analogie zu den mobilen Abstricheinheiten vertraglich gebunden werden sollen. Optional können die mobilen Impfteams gemeinsam mit den die jeweiligen Einrichtungen betreuenden Hausärzt*innen und deren Teams die Impfungen durchführen.
     
  • Für Patient*innen, die nicht gehfähig sind, nicht im Heim wohnen, das Haus nicht verlassen können und nicht auf Besuch verzichten wollen, gibt es aktuell lediglich die Möglichkeit, dass sich deren Angehörige impfen lassen müssen. Diese fallen unter Prio 2 („hohe Priorität“).

    Die mobilen Impfteams fahren nur die Heime an. Die Impfung von Menschen, die nicht im Heim leben, kann nicht durch die mobilen Impfteams organisiert werden, da die Impfstoffbeschaffenheit dies nicht vorsieht.

    Eine Impfung ist daher nur in einer Impfstelle und über einen impfen Hausarzt möglich.

Welche Kriterien müssen die Räumlichkeiten erfüllen?

Die Räumlichkeiten müssen über ausreichend Platz für mindestens ein Impfteam, einen Anmelde- und einen Warte-bereich unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelungen verfügen. Darüber hinaus müssen sie die Voraussetzungen für entsprechende Wegeführungen erfüllen.


Personal

Wer führt die Impfungen durch?

Die Impfungen können grundsätzlich von entsprechend geschultem ärztlichen und medizinischen Personal durchgeführt werden.

Sofern es die Räumlichkeiten ermöglichen, ist eine Besetzung je Impfstelle wie folgt geplant:

  • mindestens 1 Arzt/Ärztin,
  • 2 impfberechtigte nicht-ärztliche Fachkräfte sowie
  • 2 Mitarbeitende am Check-In, sog. Impfstellen-Manager, die sich um die gesamten organisatorischen Abläufe innerhalb der Impfstelle kümmern und als Ansprechpartner für den Pandemiestab der KVT zur Verfügung stehen.

Woher kommt das Personal?

Die KV Thüringen hat ihre Mitglieder, die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte Thüringens, via E-Mail, wöchentlichem kvticker (Newsletter) und Internetseite zur Bereitschaft aufgerufen und tut dies fortwährend.

 


Terminvergabe

Brauche ich einen Termin zum Impfen?

Ja. Es gibt ein Terminvergabesystem, bei dem der Anfragende bestätigen muss, dass er oder sie über einen entsprechenden Nachweis einer zu priorisierenden Gruppe verfügt. Sollte er oder sie diesen dann zum Impftermin nicht vorlegen können, verfällt der Anspruch auf diesen Termin und der nächste rückt vor.

Die Terminvergabe ist geöffnet:

  • seit 30.12.20 online
  • seit 04.01.21 telefonisch über die 03643-49 50 49 0

Wie läuft die Terminvergabe ab?

Die Terminvergabe erfolgt priorisiert über eine Internetseite sowie telefonisch:

  1. online auf www.impfen-thueringen.de.

    ⇒ zur Zusammenfassung (PDF)
     
  2. telefonisch unter der Telefonnummer 03643/4950490

    Erreichbarkeit: Montag, Dienstag, Donnerstag von 8 – 17 Uhr & Mittwoch und Freitag von 8 – 12 Uhr

Bei der Vereinbarung des Impftermins über die Website bzw. Telefonnummer erfährt die Person, wann sie wo geimpft wird. Durch ein Netz von 29 Impfstellen und 15 mobilen Impfteams ist gewährleistet, dass i.d.R. entweder wohnortnah oder bei Bewohner*innen von Alten-/Pflegeheimen durch ein mobiles Impfteam geimpft werden kann.

 

Weiterführende Informationen

Informationen von öffentlichen Institutionen

Die Informationslage zur Impfung gegen SARS-CoV-2 in Thüringen aktualisiert sich laufend. Wir verweisen Sie dazu auf die Internetseiten folgender Einrichtungen:


Informationen von Krankenkassen

Vor dem Hintergrund des Starts der ersten Corona-Impfungen in Deutschland erweitern Krankenkassen ihre Informationsangebote rund um das Coronavirus:

  • AOK PLUS - Unter der kostenfreien Servicenummer 0800 2266550 informiert ein 55-köpfiges Team aus Ärzten und medizinisch ausgebildetem Fachpersonal rund um die Uhr zur Corona-Impfung.
  • BARMER - Die kostenlose Hotline 0800 84 84 111 steht uneingeschränkt allen Bundesbürgerinnen und -bürgern rund um die Uhr zur Verfügung.
  • BKK - Hotline zum Coronavirus: 0211 9065 – 666
  • DAK - Täglich rund um die Uhr ist folgende Rufnummer geschlatet: 040 325 325 800. (Sie zahlen lediglich den Anruf zum Ortstarif).
  • IKK classic - Kostenlose Beratung zu medizinischen Fragen rund um die Corona-Impfung: Versicherte erreichen die medizinische Hotline an sieben Tagen in der Woche rund um Uhr unter der kostenfreien Rufnummer 0800 455 1000.
  • KKH - Gesundheitshotline: 089 95 00 84 188 (auch bei Fragen rund um das Coronavirus)
  • TK - 040-46 06 - 61 91 60 (Montag bis Freitag 8 - 20 Uhr)