Für Ihre Gesundheit

kvt Kassenärztliche
Vereinigung Thüringen

Fragen und Antworten zu Ihrer Arztsuche

Wohin, wenn ich krank bin?

Während der Sprechzeiten wenden Sie sich als erstes an Ihren Hausarzt.

Außerhalb der Sprechzeiten Ihres Hausarztes ist der Ärztliche Bereitschaftsdienst unter der 116117 zu folgenden Zeiten für Sie erreichbar: Montag, Dienstag und Donnerstag von 18:00 - 07:00 Uhr, Mittwoch und Freitag von 13:00 bis 07:00 Uhr und an Wochenenden, Feier- und Brückentagen von 07:00 - 07:00 Uhr.

Haben Sie keinen Hausarzt? Mit akuten Beschwerden können Sie immer in eine Hausarztpraxis in der Nähe gehen, auch wenn Sie dort nicht „fest als Patient aufgenommen“ sind.

Welche Leistungen zahlen die Kassen?

Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland bieten Leistungen zum Gesundheitsschutz, die laut Sozialgesetzbuch (SGB V) auf ein wirtschaftliches, angemessenes, notwendiges und zweckmäßiges Maß begrenzt sein sollen. Dafür sorgt ein weitreichender Katalog von Krankenkassen-Leistungen, der von Ärzten und Krankenkassen-Vertretern ständig erweitert wird. Jeder Versicherte hat einen gesetzlichen Anspruch auf diese Leistungen. Darüber hinaus bieten Krankenkassen interessante besondere Leistungen, um den Schutz bei Krankheit nochmals zu erhöhen. Diese Leistungen werden von jeder Krankenkasse individuell in ihrer Satzung festgelegt.

Die private Krankenversicherung trägt im individuell vereinbarten Umfang die Kosten für medizinische Leistungen. Dabei haben die Versicherten freie Wahl unter allen Ärzten und Krankenhäusern. Je nach Ausgestaltung des Vertrags können alternative Behandlungsmethoden hinzukommen.

Das bedeutet, dass Sie im Fall einer Erkrankung immer auf Kassenkosten behandelt werden. Auch die Standard-Impfungen und -Vorsorgen sind Kassenleistungen.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob eine bestimmte Leistung Kassenleistung ist, erkundigen Sie sich bitte zunächst bei Ihrer Krankenkasse, da die Kassen mit speziellen Leistungen unterschiedlich umgehen.

Muss ich mir nach einem Umzug einen festen Hausarzt suchen?

Das müssen Sie nicht unbedingt. Mit akuten Beschwerden können Sie immer in eine Hausarztpraxis gehen, auch wenn Sie dort nicht „fest als Patient aufgenommen“ sind. Gehen Sie die Suche nach einem festen Hausarzt also in Ruhe an. Anders, wenn Sie chronisch krank sind oder regelmäßig rezeptpflichtige Medikamente einnehmen müssen – hier sollten Sie an einem neuen Wohnort schnell nach einem festen Hausarzt suchen. Die KV Thüringen unterstützt Sie dabei am Patiententelefon oder durch die Terminservicestelle.

Fragen und Antworten zum Ärztlichen Bereitschaftsdienst

Was muss ich zur Notfallversorgung in Krankenhäusern wissen?

Krankenhäuser sind grundsätzlich für die stationäre Akutversorgung zuständig, können in Ausnahmefällen jedoch auch ambulante Notfälle versorgen. Allerdings sind Notfallambulanzen an Krankenhäusern grundsätzlich nicht berechtigt, Rezepte oder Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen auszustellen.

Fragen und Antworten zur Rufnummer 116117

Wann wähle ich die 116117?

Wenn die Praxis geschlossen ist:

  • bei einer Erkrankung, mit der Sie normalerweise einen niedergelassenen Arzt in der Praxis aufsuchen würden, aber die Behandlung aus medizinischen Gründen nicht bis zum nächsten Tag warten kann
  • Montag, Dienstag und Donnerstag von 18:00 - 07:00 Uhr, Mittwoch und Freitag von 13:00 bis 07:00 Uhr und an Wochenenden, Feier- und Brückentagen von 07:00 - 07:00 Uhr.
  • um die nächstgelegene Notdienstapotheke zu erfragen

Bei nicht lebensbedrohlichen Beschwerden wie:

  • hohem Fieber, starken Bauchschmerzen oder Erbrechen
  • wenn Sie akute Probleme mit den Zähnen haben und die Vermittlung eines zahnärztlichen Bereitschaftsdienstes in Ihrer Region benötigen

 

Wann wähle ich die 116117 nicht?

  • Bei Erkrankungen, die schon längere Zeit bestehen und keinen Akutfall darstellen, sollten Sie Ihren Haus- oder Facharzt zu den regulären Sprechstundenzeiten aufsuchen
  • Bei lebensbedrohlichen Symptomen (siehe eine Frage weiter unten) wählen Sie den Rettungsdienst, die 112!

Wann wähle ich die 112?

Die 112, den Rettungsdienst, wählen Sie bei lebensbedrohlichen Symptomen wie:

  • Bewusstlosigkeit
  • akuten Blutungen
  • starken Herzbeschwerden
  • schweren Störungen des Atemsystems
  • Komplikationen in der Schwangerschaft
  • Vergiftungen
  • Herzinfarkt, Schlaganfall und schweren Unfällen

Wann sollte man bis zur nächsten Sprechstunde des Hausarztes warten?

Wie dringend eine ärztliche Behandlung notwendig ist, hängt immer vom persönlichen Schmerz- und Wohlbefinden ab. Grundsätzlich gilt: Wenn Patienten ihre Beschwerden einordnen können und einfache Hausmittel oder Medikamente vorerst helfen, sollten sie von einem Besuch beim Bereitschaftsarzt absehen. Klingen die Beschwerden nicht ganz ab und dauert die Erkrankung an, sollten Patienten am nächsten Werktag ihren Hausarzt aufsuchen.

Wie läuft die Vermittlung an einen Bereitschaftsarzt über die 116117 ab?

Die Hotline 116117 stellt Anrufer – je nach Wohnort – direkt an eine regionale Leitstelle der Kassenärztlichen Vereinigungen durch. Dort werden alle Anrufer von geschultem Personal betreut. Die Mitarbeiter nehmen das Anliegen der Anrufer auf und geben den Standort der Bereitschaftsdienstpraxis durch. Bei Bedarf veranlassen die Mitarbeiter auch einen Hausbesuch.

Welche Ärzte arbeiten im Bereitschaftsdienst?

Im ärztlichen Bereitschaftsdienst sind niedergelassene Ärztinnen und Ärzte tätig. Sie leisten den Dienst zusätzlich zu ihrer täglichen Arbeit in der Praxis. Der Bereitschaftsdienst verfügt über Ärzte aller Fachgruppen. In einigen Regionen gibt es auch einen kinderärztlichen Bereitschaftsdienst sowie spezielle Bereitschaftsdienstpraxen mit Frauenärzten, Hals-Nasen-Ohren-Ärzten und Augenärzten. Für akute Zahnschmerzen gibt es zudem den zahnärztlichen Bereitschaftsdienst.

Behandelt der Bereitschaftsdienst auch Kinder?

Auch bei akuten Krankheitsfällen von Kindern können sich Erwachsene an die 116117 wenden. Die regionalen Leitstellen informieren Anrufer über den kinderärztlichen Bereitschaftsdienst in der Region. Falls kein solcher Bereitschaftsdienst in der Nähe existiert, sollten Eltern die Rettungsstelle des nächstgelegenen Krankenhauses aufsuchen.